Shanenawa

Das Volk des Blauen Vogels

Die Präsenz des Blauen Vogels, nachdem die Shanenawa benannt sind, ist ein Zeichen für Krieg und Konflikt (sus der Pano-Sprachfamilie).

Heimisch im Bundesstaat Acre, wurden die Shanenawa, wie viele andere brasilianische Stämme auch, Opfer der gewalttätigen Latexsammler Anfang des 20. Jahrhunderts. Zu Anfang als Nahrungslieferanten tätig, wurden Latexsammler selbst und ebenfalls mussten sie bei der Befreiung anderer "Wilder Indios" als Dolmetscher zur Verfügung stehen.

Natürlich verboten ihnen die Latexsammler die Benutzung ihrer Sprache. Kinder und Jugendliche kommunizieren zwar in portugiesisch, jedoch beherrschen sie ihre Muttersprache, ebenso wie die Älteren. 2014 zählte der Stamm noch  370 Personen, welche der Sprache der Shanenawa mächtig waren.

Nach einer Flucht vor den Latexsammlern wanderten die Shanenawa aus einer anderen Region am oberen Rio Gregorio ans Ufer des Rio Envira, Acre. 

Ihr unerschütterlicher Glauben an die Geister des Waldes (Jusin) hat die Shanenawa durch harte Zeiten gelotst. Von den guten und bösen Geistern ist der "Jusin Tsaka" eindeutig der mächtigste, sogar allmächtig.  Er ist ein Geist, welcher nur in der Nacht angreift und in Form eines monströsen Tieres auftritt. 

Die Shanenawa verwenden "Umi" (ein Getränk auf Basis einer Liane)und das Gift eines Frosches (Phyllomedusa bicolor) um Heilung zu erlangen. Der Frosch soll Glück auf der Jagd bringen und einen die Faulheit überwinden lassen. Dazu trägt man das Gift auf drei mit Feuer markierte Stellen auf dem Körper auf, wodurch die körperliche Reinigung wie geistige Reinigung aktiviert wird. 

Der Lebensraum der Shanenawa gestaltete sich früher aus grossen Behausungen auf einem Holzgerüst mit einer Verkleidung aus Palmstroh, sogenannte "Cupixauas".

 

Shanenawa 10g          42.-

                    1,5g           8.-

 

 

 

Rapé ist botanisches Anschauungsmaterial und als Räucherstoff geeignet. Von jedem Verzehr raten wir dringend ab.